
Orchidee – Die Königin der Schönen
Orchideen
sind auf der ganzen Welt zu Hause. Ihre Blüten sind so exclusiv-schön,
dass sich viele Legenden um ihre Herkunft ranken.
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Foto: kp
Die Gattung Odontoglossum stammt aus dem nördlichen Südamarika
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So
glaubten die Maori Neuseelands, dass die Götter Orchideen in
ihren himmlischen Sternengarten gepflanzt haben. Die Blüten schütteten
sie von dort aus auf Bäume und Berge aus, um ihre Ankunft auf der
Erde anzuzeigen.
In Europa hielten die Orchideen als äußerst seltene, kapriziöse
und geheimnisvolle Luxusblumen Einzug. Mittlerweile sind zumindest
die pflegeleichteren Sorten weit verbreitet und auf den heimischen
Blumenfenstern zu Hause. Hat man für ein Exemplar der Gattung
Odontoglossum crispum ("Stern von Kolumbien") 1903 bei
einer Sotheby's-Auktion rund 60 000 Goldmark bezahlt (ein Mercedes
kostete damals weniger als 4000 Goldmark), bekommt man heute eine
Phalaenopsis, eine Falterorchidee, schon für rund 10 Euro.
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Botanik
Die in Mitteleuropa ansässigen Knabenkräuter (Orchis)
gehören ebenso zur Familie der Orchideengewächse (Orchidaceae)
wie die Gewürzpflanze Vanille – auch sie ist eine Orchidee.
Charakteristisch für Orchideen ist die Form der Blüten, die
Wurzelknollen und die Luftwurzeln.
Die Blüten sind symmetrisch aufgebaut, besitzen einen unterständigen
Fruchtknoten, drei äußere Kelch- und drei innere Kronblätter.
Das mittlere Kronblatt ist stets besonders ausgebildet, lippenförmig
und am Rand oft unregelmäßig geformt. Die Zahl der Staubblätter
ist auf eines reduziert – und das heißt bei Orchideen Säule.
Die Blätter der Orchideen entsprießen kurz über den Wurzeln länglichen
Verdickungen, den Bulben, die Wasser und Nährstoffe speichern.
Die meisten Orchideen haben Luftwurzeln, die Wasser aus der Luft
aufnehmen und deswegen auch hohe Luftfeuchtigkeit benötigen. Nur
ein Teil der Wurzeln hält die Pflanze in der Erde oder einer
anderen Unterlage (Baumrinde) fest, der andere Teil sorgt für die
Wasseraufnahme. |
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